So, nun hat es endlich auch mich gepackt. Bin jetzt unter die Körperkult-Fanatiker gegangen. Fing alles damit an, dass ich mich letzte Woche im McFit angemeldet habe, nachdem mich meine besser Hälfte mal wieder auf die beständig wachsende Wampe aufmerksam machte die seit etwa einem Jahr in zunehmendem Ausmaß frontspoilerartig meine Vorderseite ziert. Na gut, nen bisschen übertrieben klingt das jetzt schon aber mich hats schon gekränkt als mich auf Rossis und Katharinas Hochzeit ein gutes Dutzend mitfeiernder darauf hingewiesen haben, dass mein Hemd an den Stellen zwischen den Knöpfen auseinandergeht und man Haut durchsieht, und fragten ob das wirklich so soll, usw.
Naja, lange Rede kurzer Sinn, nach erfolglosen Versuchen das mit Joggen wegzukriegen (okay, ich gebs zu: Hatte immer irgendwann keine Lust mehr und habs einreißen lassen) hab ich jetzt Hoffnung geschöpft, dass mich die größere Abwechslung das Fitnessstudioangebots sowie die Zahlung eines monatlichen Beitrags dazu animieren können, es jetzt endlich durchzuziehen. Klappt bis jetzt auch ganz gut. Bin ja sowas von motiviert. Geradezu euphorisch. Daher werde ich auch heute konsequent (trotz Muskelkater, jaha) hingehen und wenn im Mai wieder die Schwimmbäder aufmachen häng ich mich mit dem kleinen Finger an den Sprungturm um mach am 5er nen Cliffhanger (wer weiß wer diesen Satz geprägt hat darf sich freuen in den Kreis der Menschen zu zählen die mir garnicht unsympathisch sein können :). Und man tuts ja auch nen bisschen aus dem Grund für die Dame seines Herzens noch attraktiver zu sein.
Wo wir gerade bei der Dame des Herzens sind. Eine Beziehung besteht gerade daraus sich miteinander auseinander zu setzen, und das im besten Fall ohne Vorwürfe und mit einem gesunden Maß an Akzeptanz für die Macken und Fehler des anderen. Dazu zählt auch ein gesundes Gefühl für Selbstkritik weil "nobody is ja perfect". Aber der Grönemeyer hat ja schon gesungen "Stillstand ist der Tod". Das gilt auch für Beziehungen. Und nein, aussitzen ist in diesem Fall die schlechteste Lösung. Also, mal genau hingucken, dem anderen zuhören und nicht darauf bestehen, dass die Fehler immer beim anderen liegen. Und das eigene Ego gelegentlich. mal ein bisschen zurückschrauben. Und das wichtigste: Für sich selbst die Antwort finden, warum man eine Beziehung führt, was eine Beziehung ausmacht, sich fragen wie man selbst behandelt werden möchte und anhand dessen das Verhalten des anderen versuchen nachzuvollziehen. Dann kann man am ehesten beantworten ob und mit wem man sein Leben teilen möchte.
Wer mag darf sich hier angesprochen fühlen.
Bis bald
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1 Kommentar:
Selbst monatliche Abgaben an einen Fitnessklub meines Vertrauens konnten mich dazu motivieren hinzugehen. Ich bevorzuge da die Schwimmbad-10Karten-Variante. Auch wenn man dort ja ganz schön aufpassen muss, dass man nicht von radikalen Rentnern umgeschwommen oder von ihnen beim Bademeister des Fehlverhaltens bezichtigt wird, wenn man nur in die Nähe der seit 30 Jahren von diesen Seniorenterroristen beschwommenen Bahn kommt.
Das Leben ist halt kein Wanderparkplatz und Schwimmen ist Krieg.
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